In einer Zeit, in der Frauen zunehmend Führungspositionen übernehmen und Unternehmen gründen, wird das Thema Verhandlungstechniken immer relevanter. Besonders bei Gehaltsverhandlungen und strategischen Partnerschaften stehen Unternehmerinnen vor der Herausforderung, ihre Position überzeugend zu vertreten. Mit den richtigen Methoden und einem klaren Plan können Frauen immer ihre Ziele erreichen – sei es bei der Gehaltsverhandlung, der Preisgestaltung oder beim Abschluss wichtiger Deals.
Warum Verhandlungskompetenz gerade für Frauen entscheidend ist

Frauen sehen sich in Verhandlungen oft mit Vorurteilen konfrontiert. Untersuchungen zeigen, dass Frauen dazu neigen, weniger offensiv zu verhandeln, was sie langfristig finanziell benachteiligen kann. Unternehmerinnen müssen nicht nur ihre eigenen Interessen vertreten, sondern oft auch die ihres Teams oder ihres Unternehmens. Ein starker Auftritt in Verhandlungen ist daher ein Muss, um den langfristigen Erfolg zu sichern.
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Top-Verhandlungstechniken für Unternehmerinnen: Tipps und Praxisbeispiele

Erfolgreiche Verhandlungsstrategien gehören zu den wichtigsten Fähigkeiten, die Unternehmerinnen benötigen, um langfristig erfolgreich zu sein. Ob es darum geht, bessere Konditionen mit Lieferanten auszuhandeln, Investoren zu überzeugen oder Gehälter zu verhandeln – die richtige Technik kann den Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem herausragenden Ergebnis ausmachen.
1. Vorbereitung: Der Schlüssel zum Erfolg
Eine gute Vorbereitung ist die Grundlage jeder erfolgreichen Verhandlung. Informieren Sie sich gründlich über die Gegenseite, den Markt und die Rahmenbedingungen. Eine strukturierte Herangehensweise hilft Ihnen, Ihre Position zu stärken.
Tipp: Die BATNA-Strategie nutzen
BATNA steht für "Best Alternative to a Negotiated Agreement" (beste Alternative zu einer Verhandlungslösung). Sie beschreibt Ihre beste Option, wenn die Verhandlung scheitert. Wenn Sie wissen, was Ihr BATNA ist, treten Sie selbstbewusster auf und können bessere Entscheidungen treffen.
Praxisbeispiel:
Sie verhandeln mit einem Lieferanten über bessere Preise. Ihre BATNA könnte ein anderer Anbieter sein, der Ihnen ähnliche Konditionen bietet. Legen Sie vor der Verhandlung fest, welchen Preis Sie akzeptieren und wann Sie auf die Alternative ausweichen.
2. Aktives Zuhören: Verstehen, was der andere will
Eine erfolgreiche Verhandlung basiert auf einem klaren Verständnis der Bedürfnisse und Ziele des Gegenübers. Durch aktives Zuhören können Sie die Motivation der anderen Seite herausfinden und gezielt darauf eingehen.
Tipp: Offene Fragen stellen
Stellen Sie Fragen wie:
- "Welche Prioritäten haben Sie in dieser Zusammenarbeit?"
- "Welche Herausforderungen sehen Sie in unserem Angebot?"
Praxisbeispiel:
Während Sie mit einem Investor sprechen, erkennen Sie durch geschickte Fragen, dass er nicht nur hohe Renditen erwartet, sondern auch an nachhaltigen Projekten interessiert ist. Sie passen Ihre Argumentation entsprechend an und präsentieren Ihre Geschäftsidee als nachhaltige Investition mit hoher Zukunftsperspektive.
3. Selbstbewusstsein stärken: Die eigene Leistung sichtbar machen
Unternehmerinnen neigen oft dazu, ihre Erfolge und Fähigkeiten zu unterschätzen. Doch gerade in Verhandlungen ist es wichtig, die eigene Position klar und selbstbewusst zu vertreten.
Tipp: Erfolgsgeschichten einbauen
Bereiten Sie Beispiele aus Ihrer Karriere vor, die Ihre Kompetenz und Ihren Wert belegen. Dies stärkt nicht nur Ihre Argumentation, sondern macht Ihre Position greifbarer.
Praxisbeispiel:
Wenn Sie mit einem Kunden über höhere Honorare verhandeln, könnten Sie sagen:
"Im letzten Jahr habe ich mit einem ähnlichen Projekt den Umsatz meines Kunden um 25 % gesteigert. Ich bin überzeugt, dass wir mit meiner Strategie auch in Ihrem Unternehmen solche Ergebnisse erzielen können."
4. Win-Win-Situationen schaffen: Gemeinsam Lösungen finden
Eine Verhandlung ist erfolgreicher, wenn beide Seiten als Gewinner hervorgehen. Suchen Sie nach Lösungen, die beiden Parteien Vorteile bieten.
Tipp: Kreativ verhandeln
Wenn Sie merken, dass Ihr Verhandlungspartner zögert, bieten Sie ihm zusätzliche Optionen an, die für ihn attraktiv sind, aber Ihren Wert nicht mindern.
Praxisbeispiel:
Sie verhandeln mit einem Großkunden, der um einen Rabatt bittet. Statt den Preis zu senken, bieten Sie ihm an, die Lieferung schneller oder zusätzliche Dienstleistungen kostenfrei zu erbringen. So steigern Sie den wahrgenommenen Wert Ihres Angebots.
5. Umgang mit schwierigen Situationen: Ruhe bewahren und strategisch agieren
Manchmal verlaufen Verhandlungen nicht wie geplant. Vielleicht wird der Ton rauer, oder Ihr Gegenüber macht ein Angebot, das weit unter Ihren Erwartungen liegt. In solchen Momenten ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und strategisch zu reagieren.
Tipp: Stille als Werkzeug nutzen
Wenn Ihr Verhandlungspartner ein Angebot macht, das nicht akzeptabel ist, reagieren Sie nicht sofort. Lassen Sie eine Pause entstehen. Diese Stille gibt Ihnen Zeit, nachzudenken, und kann Ihr Gegenüber dazu bringen, sein Angebot zu überdenken.
Praxisbeispiel:
Ein potenzieller Kunde bietet Ihnen eine deutlich niedrigere Vergütung, als Sie geplant haben. Anstatt sofort zu widersprechen, halten Sie inne und sagen dann ruhig:
"Interessant, dass Sie diesen Preis vorschlagen. Können Sie mir erläutern, wie Sie zu diesem Betrag gekommen sind?"
Diese Reaktion zeigt, dass Sie das Angebot ernst nehmen, ohne es direkt abzulehnen, und regt den Kunden an, seine Position zu rechtfertigen oder zu überdenken.
6. Körpersprache: Nonverbale Kommunikation gezielt einsetzen
Ihre Körpersprache beeinflusst, wie Sie in Verhandlungen wahrgenommen werden. Eine aufrechte Haltung, ein fester Blickkontakt und ein offenes Auftreten vermitteln Selbstbewusstsein und Kompetenz.
Tipp: Spiegeltechnik nutzen
Passen Sie Ihre Körpersprache subtil an die Ihres Gegenübers an, um eine positive Verbindung herzustellen. Dies schafft Vertrauen und Sympathie.
Praxisbeispiel:
Sie bemerken, dass Ihr Verhandlungspartner sich zurücklehnt und die Arme verschränkt. Anstatt dies zu imitieren, setzen Sie bewusst auf eine offene Haltung, die Signalwirkung hat. Nach einer Weile können Sie beobachten, ob Ihr Gegenüber diese Haltung übernimmt – ein Zeichen, dass Sie auf einer Wellenlänge sind.
7. Den Abschluss souverän gestalten: Keine Angst vor dem "Nein"
Viele Verhandlungen scheitern, weil der Abschluss hinausgezögert wird. Seien Sie mutig und sprechen Sie das Ziel klar an.
Tipp: Alternativen anbieten
Wenn der Verhandlungspartner unsicher ist, bieten Sie ihm mehrere Optionen an, die seinen Bedürfnissen entsprechen.
Praxisbeispiel:
Ein potenzieller Geschäftspartner zögert, sich für eine langfristige Zusammenarbeit zu entscheiden. Sie könnten vorschlagen:
"Wie wäre es, wenn wir zunächst ein Pilotprojekt starten? So können wir die Zusammenarbeit testen und später über einen langfristigen Vertrag sprechen."
8. Das unterschätzte Potenzial: Warum Frauen in Verhandlungen oft einen entscheidenden Vorteil haben
Es gibt einen faszinierenden Aspekt in Verhandlungen zwischen Männern und Frauen: Frauen bringen häufig Eigenschaften und Fähigkeiten mit, die ihnen einen natürlichen Vorteil verschaffen – selbst wenn sie sich dessen oft nicht bewusst sind. Gleichzeitig unterschätzen Männer diesen Vorteil, was Frauen in eine stärkere Position bringt, als sie vermuten.
Tipp: Emotional-intelligentes Verhandeln einsetzen
Frauen haben oft eine ausgeprägtere emotionale Intelligenz, die in Verhandlungen ein entscheidender Faktor sein kann. Sie erkennen feine Signale, können besser zwischen den Zeilen lesen und Konflikte deeskalieren, bevor sie eskalieren. Diese Fähigkeit wird in Verhandlungen häufig als Stärke unterschätzt.
Praxisbeispiel:
In einer Verhandlung mit einem Geschäftspartner merkt eine Unternehmerin frühzeitig, dass er unsicher wirkt, obwohl er versucht, dominant aufzutreten. Statt darauf einzugehen, nutzt sie Empathie und baut eine Brücke:
"Ich habe das Gefühl, dass Ihnen besonders wichtig ist, dass wir eine nachhaltige Lösung finden, die beide Seiten zufriedenstellt. Stimmt das?"
Durch diesen Ansatz fühlt sich der Partner verstanden und öffnet sich – ohne zu realisieren, dass er bereits die Kontrolle über die Verhandlung verloren hat.
Tipp: Subtile Dominanz zeigen
Viele Männer gehen in Verhandlungen davon aus, dass sie die stärkere Position haben – was sie blind macht für die subtile Dominanz, die Frauen oft ausstrahlen. Statt lautstark ihre Position zu behaupten, können Frauen mit klarem Fokus und ruhiger Überzeugungskraft die Führung übernehmen.
Praxisbeispiel:
In einer Preisverhandlung bleibt die Unternehmerin gelassen und freundlich, während ihr männlicher Verhandlungspartner versucht, mit aggressiven Taktiken zu punkten. Sie kontert ruhig:
"Ich verstehe, dass Sie die Kosten minimieren möchten. Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, wie wir das realisieren können, ohne die Qualität des Ergebnisses zu gefährden."
Dieser Ansatz zeigt Selbstbewusstsein und Kontrolle – und entkräftet den Druck, den der andere ausüben möchte.
9. Charisma und Ausstrahlung gezielt einsetzen: Den Raum für sich gewinnen
In Verhandlungen geht es nicht nur um Fakten und Argumente – Ihre Ausstrahlung kann einen entscheidenden Unterschied machen. Frauen besitzen oft ein natürliches Charisma, das sie bewusst einsetzen können, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen und Männer positiv zu beeinflussen.
Tipp: Authentische Präsenz statt Manipulation
Sexappeal bedeutet nicht, sich in den Vordergrund zu drängen, sondern Ihre natürliche Ausstrahlung zu nutzen, um Selbstbewusstsein und Stärke zu vermitteln. Ein offenes Lächeln, freundlicher Augenkontakt und eine selbstbewusste Haltung können Wunder wirken, ohne aufdringlich zu wirken.
Praxisbeispiel:
Während einer Verhandlung bemerken Sie, dass Ihr Gegenüber defensiv oder unsicher wirkt. Statt sofort in die sachliche Argumentation einzusteigen, setzen Sie auf Ihre persönliche Ausstrahlung, um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen.
Zum Beispiel:
"Ich schätze es wirklich, dass wir uns die Zeit nehmen, um das gemeinsam zu besprechen. Ich bin überzeugt, dass wir eine Lösung finden, die für uns beide ideal ist."
Durch Ihre authentische Präsenz öffnen Sie die Tür für eine konstruktive und vertrauensvolle Verhandlung.
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Gehaltsverhandlungen: Speziell für Unternehmerinnen
Gehaltsverhandlungen sind nicht nur für Angestellte ein entscheidender Moment, sondern auch für Unternehmerinnen, die für sich selbst oder ihr Team faire und gewinnbringende Konditionen aushandeln möchten. Oft geht es dabei nicht nur um Zahlen, sondern auch um Selbstbewusstsein, Strategie und die Kunst, den eigenen Wert überzeugend darzustellen.
Hier sind bewährte Tipps und Strategien, die speziell auf die Herausforderungen und Stärken von Unternehmerinnen zugeschnitten sind:
1. Kenne deinen Marktwert – und gehe darüber hinaus
Es ist essenziell, sich über branchenübliche Gehälter oder Honorare zu informieren. Doch für Unternehmerinnen gilt: Der Marktwert ist nur der Ausgangspunkt. Ihr Ziel ist es, nicht nur den Durchschnitt zu erreichen, sondern eine Position zu vertreten, die Ihren Kompetenzen und Ihrem Mehrwert entspricht.
Praxis-Tipp:
- Nutzen Sie Online-Tools: Plattformen wie Glassdoor oder Lohnspiegel geben Orientierungshilfen für Gehälter und Honorare.
- Berechnen Sie Ihren Mehrwert: Stellen Sie dar, welchen finanziellen oder strategischen Vorteil Ihre Arbeit Ihrem Gegenüber bringt, z. B. durch Umsatzsteigerungen, Kosteneinsparungen oder neue Geschäftschancen.
2. Bereite eine unschlagbare Erfolgsstory vor
Eine Gehaltsverhandlung wird selten allein durch Zahlen gewonnen. Unternehmerinnen sollten konkrete Beispiele ihrer Leistungen und Erfolge parat haben, um ihre Forderungen greifbar zu machen.
Praxis-Tipp:
- Erzählen Sie Geschichten: Statt nur Daten zu präsentieren, schildern Sie kurz ein konkretes Beispiel. Z. B.:
„Durch meine Verhandlungsstrategie mit Lieferanten habe ich letztes Jahr die Materialkosten um 15 % gesenkt, was zu einer Ersparnis von 50.000 Euro führte.“ - Nutzen Sie visuelle Beweise: Zeigen Sie Ergebnisse in Form von Diagrammen, Berichten oder Präsentationen, die Ihre Argumente untermauern.
3. Definiere deine Ziele klar und transparent
Unklare Ziele führen zu unklaren Verhandlungen. Gehen Sie mit einem festen Plan in die Gehaltsverhandlung:
- Was ist Ihr Mindestbetrag?
- Welches Ziel streben Sie an?
- Welche Kompromisse sind akzeptabel?
Praxis-Tipp:
- Formulieren Sie eine Zahl: Statt „Ich möchte eine Erhöhung“ sagen Sie „Ich erwarte eine Erhöhung um 10 % auf 85.000 Euro.“
- Bleiben Sie flexibel: Bereiten Sie Alternativen vor, wie Zusatzleistungen, Boni oder mehr Urlaubstage, falls Ihr Zielbetrag nicht erreicht werden kann.
4. Vermeide den Fehler, zu bescheiden zu sein
Viele Frauen neigen dazu, ihre Leistungen herunterzuspielen. Unternehmerinnen sollten stattdessen selbstbewusst auftreten und ihren Wert betonen.
Praxis-Tipp:
- Sprache bewusst einsetzen: Vermeiden Sie unsichere Formulierungen wie „Vielleicht könnten wir über eine Erhöhung sprechen?“ und wählen Sie stattdessen klare Aussagen wie „Aufgrund meiner Leistungen halte ich eine Erhöhung auf 90.000 Euro für angemessen.“
- Selbstbewusst auftreten: Ein aufrechter Gang, fester Blickkontakt und ein klarer Tonfall signalisieren Stärke.
5. Argumentiere, nicht verteidige dich
Eine Gehaltsverhandlung ist keine Rechtfertigung. Sie müssen nicht beweisen, warum Sie ein bestimmtes Gehalt verdienen, sondern darlegen, welchen Mehrwert Sie bieten.
Praxis-Tipp:
- Argumente statt Emotionen: Vermeiden Sie Aussagen wie „Ich brauche mehr Geld, weil meine Lebenshaltungskosten gestiegen sind.“ Konzentrieren Sie sich auf Ihre beruflichen Leistungen und Ihren Wert für das Unternehmen.
- Gegenfragen stellen: Wenn Ihr Gegenüber Ihre Forderung infrage stellt, fragen Sie gezielt nach: „Was müsste ich Ihrer Meinung nach leisten, um diese Gehaltserhöhung zu rechtfertigen?“
6. Die Macht der Stille nutzen
In Verhandlungen fühlen sich viele unwohl, wenn es still wird. Doch gerade diese Stille kann ein mächtiges Werkzeug sein.
Praxis-Tipp:
- Nach Ihrer Forderung schweigen: Nachdem Sie Ihren Wunsch geäußert haben, sagen Sie nichts weiter. Geben Sie Ihrem Gegenüber Zeit, zu reagieren – und widerstehen Sie der Versuchung, die Stille zu füllen.
- Hören Sie genau zu: Nutzen Sie die Pause, um die Körpersprache und Reaktion des Gegenübers zu beobachten.
7. Das Gesamtpaket betrachten
Gehalt ist mehr als nur das monatliche Einkommen. Denken Sie ganzheitlich und prüfen Sie, welche Zusatzleistungen oder Vorteile Teil des Verhandlungspakets sein können.
Praxis-Tipp:
- Zusatzleistungen einfordern: Fragen Sie nach Weiterbildungen, Homeoffice-Möglichkeiten, Firmenwagen oder Beteiligungen am Unternehmen.
- Langfristig denken: Ein Gehalt, das im ersten Moment niedriger erscheint, kann durch Boni oder andere Vorteile langfristig attraktiver sein.
8. Nutze deine Stärken als Frau in Verhandlungen
Frauen haben oft eine ausgeprägte Empathie und können emotionale Intelligenz gezielt einsetzen, um ihre Position zu stärken. Es gibt Studien, die zeigen, dass Frauen intuitiv ein besseres Verhandlungsgefühl entwickeln – auch wenn sie selbst manchmal daran zweifeln.
Praxis-Tipp:
- Lesen Sie Ihr Gegenüber: Nutzen Sie Ihre Fähigkeit, die Stimmung im Raum zu erkennen. Wenn Sie spüren, dass Unsicherheit herrscht, können Sie gezielt Stärke zeigen.
- Nutzen Sie unterschätzte Stärke: Viele Verhandlungspartner unterschätzen Frauen. Sehen Sie das als Vorteil: Treten Sie entschlossen auf und überraschen Sie mit klaren Fakten und starken Argumenten.
Praxisbeispiel:
Eine Unternehmerin verhandelt mit einem potenziellen Geschäftspartner. Während der Verhandlung merkt sie, dass der Partner zögert, weil er befürchtet, das Budget nicht einhalten zu können. Statt zu konfrontieren, bietet sie eine stufenweise Lösung an: „Wie wäre es, wenn wir mit einem Pilotprojekt starten und später eine größere Zusammenarbeit aufbauen?“ Dieses Vorgehen zeigt Flexibilität und wirkt vertrauensbildend.
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FAQ: Verhandlungstechniken und Gehaltsverhandlungen für Frauen

1. Warum ist es für Frauen oft schwieriger, erfolgreich zu verhandeln?
Frauen begegnen in Verhandlungen oft gesellschaftlichen Vorurteilen, wie der Annahme, sie seien weniger durchsetzungsstark. Zudem neigen viele Frauen dazu, ihre Leistungen zu unterschätzen und ihre Ansprüche zurückzuschrauben. Mit den richtigen Techniken und einer klaren Strategie können Frauen diese Hürden jedoch überwinden und selbstbewusst ihre Ziele erreichen.
2. Was sind die häufigsten Fehler, die Frauen in Gehaltsverhandlungen machen?
- Zu wenig Vorbereitung: Fehlende Kenntnis über den eigenen Marktwert oder den Verhandlungspartner.
- Zurückhaltung: Angst, zu fordernd zu wirken, führt oft zu ungenügenden Forderungen.
- Emotionale Argumente: Persönliche Gründe (z. B. gestiegene Lebenshaltungskosten) statt beruflicher Leistungen werden ins Feld geführt.
- Keine klare Zielsetzung: Unklare Erwartungen und fehlende Alternativen.
3. Wie finde ich heraus, wie viel ich verlangen kann?
Recherchieren Sie gründlich:
- Nutzen Sie Gehaltsvergleichsplattformen wie Glassdoor oder Kununu.
- Sprechen Sie mit Branchenkolleginnen oder Mentoren.
- Berücksichtigen Sie Ihre Berufserfahrung, Erfolge und Ihren Mehrwert für das Unternehmen.
4. Wie gehe ich mit einem "Nein" in der Verhandlung um?
Ein „Nein“ bedeutet nicht das Ende. Bleiben Sie ruhig und fragen Sie nach den Gründen:
- "Welche Voraussetzungen müsste ich erfüllen, damit meine Forderung akzeptiert wird?"
- "Welche Alternativen können wir gemeinsam finden?"
Das zeigt Ihre Bereitschaft, flexibel zu sein, ohne Ihre Ziele aus den Augen zu verlieren.
5. Sollten Frauen ihr Geschlecht in Verhandlungen thematisieren?
Das hängt von der Situation ab. In vielen Fällen ist es nicht notwendig, sich darauf zu beziehen. In bestimmten Kontexten, etwa wenn es um Diversität oder Frauenförderung geht, kann es jedoch ein Vorteil sein, das Thema authentisch anzusprechen. Wichtig ist, dies selbstbewusst und sachlich zu tun.
6. Wie kann ich selbstbewusst auftreten, auch wenn ich unsicher bin?
- Körpersprache: Eine aufrechte Haltung, Blickkontakt und ruhige Gesten strahlen Sicherheit aus.
- Üben Sie Ihre Argumente: Bereiten Sie sich mit klaren Fakten und Beispielen vor.
- Innere Haltung: Erinnern Sie sich daran, dass Sie Ihre Forderungen verdient haben. Sagen Sie sich vor der Verhandlung: „Ich habe etwas zu bieten, und das hat einen Wert.“
7. Wie verhandle ich, wenn mein Gegenüber aggressiv wird?
- Ruhig bleiben: Lassen Sie sich nicht provozieren. Atmen Sie tief durch und behalten Sie Ihre sachliche Linie bei.
- Grenzen setzen: Sagen Sie höflich, aber bestimmt: "Ich würde mich freuen, wenn wir in einem konstruktiven Ton weitermachen könnten."
- Auf die Sachebene zurückführen: Lenken Sie das Gespräch zurück zu den Fakten und Ihrem gemeinsamen Ziel.
8. Wie kann ich meinen Sexappeal nutzen, ohne mich zu demütigen oder zum Sexobjekt zu machen?
Sexappeal ist mehr als körperliche Reize – es ist die Kunst, Ihre natürliche Ausstrahlung und Ihr Selbstbewusstsein zu nutzen, um Eindruck zu machen und eine Verbindung aufzubauen. Dabei geht es nicht darum, sich selbst zu reduzieren oder als Sexobjekt wahrgenommen zu werden, sondern darum, Ihre Authentizität und Persönlichkeit gezielt einzusetzen.
Tipp: Charisma statt Klischees
Setzen Sie auf subtile, aber wirkungsvolle Signale: ein aufrichtiges Lächeln, offener Blickkontakt und eine selbstbewusste Körperhaltung vermitteln Stärke und Souveränität. Bleiben Sie stets respektvoll und vermeiden Sie übertriebene Gesten, die Ihre Professionalität infrage stellen könnten. Vermeiden Sie zu knappe Kleidung, welche zu viel Haut zeigt.
9. Ist es besser, auf Gehalt oder Zusatzleistungen zu verhandeln?
Das hängt von Ihren Prioritäten ab:
- Gehalt: Gut, wenn Sie direkt mehr Einkommen möchten.
- Zusatzleistungen: Attraktiv, wenn Sie langfristige Vorteile suchen, wie Weiterbildungen, Homeoffice-Optionen oder mehr Urlaubstage.
Idealerweise verhandeln Sie beides, um ein ausgewogenes Gesamtpaket zu erhalten.
10. Wann ist der beste Zeitpunkt für Gehaltsverhandlungen?
- Nach erfolgreichen Projekten oder herausragenden Leistungen.
- Während Mitarbeitergesprächen oder jährlichen Reviews.
- Nach positiven Unternehmensentwicklungen, die Ihre Forderung stützen.
11. Sollten Frauen anders verhandeln als Männer?
Frauen bringen oft Stärken wie Empathie, Kommunikationsfähigkeit und Kreativität mit, die sie in Verhandlungen bewusst einsetzen können. Wichtig ist, authentisch zu bleiben und nicht zu versuchen, einen „männlichen“ Verhandlungsstil zu imitieren. Frauen, die ihre natürliche Stärke nutzen, sind oft erfolgreicher.
12. Wie bereite ich mich optimal auf eine Gehaltsverhandlung vor?
- Ziele setzen: Definieren Sie Ihren Wunschbetrag und Ihre Minimalgrenze.
- Fakten sammeln: Bereiten Sie Argumente und Beispiele für Ihren Mehrwert vor.
- Übung: Trainieren Sie Ihre Argumentation mit Freunden oder einem Coach.
- Plan B entwickeln: Überlegen Sie, welche Alternativen Sie akzeptieren könnten, falls Ihr Wunschbetrag nicht erreicht wird.
13. Was mache ich, wenn ich Angst vor Verhandlungen habe?
Angst ist normal, besonders wenn viel auf dem Spiel steht. Hier einige Strategien:
- Üben Sie vorab: Machen Sie sich mit dem Ablauf vertraut, um Unsicherheit zu reduzieren.
- Fokus auf Stärken: Erinnern Sie sich daran, warum Sie diese Verhandlung verdient haben.
- Professionelle Hilfe: Ein Coaching oder Seminar kann Ihnen die nötige Sicherheit geben, um Ihre Verhandlungsangst zu überwinden.
14. Gibt es einen weiblichen Verhandlungsstil?
Ja, viele Studien und Beobachtungen zeigen, dass Frauen oft einen anderen Ansatz in Verhandlungen verfolgen als Männer – einen, der auf Empathie, Kooperation und langfristigen Beziehungen basiert. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein „weiblicher Stil“ weniger effektiv ist. Im Gegenteil: Er bietet klare Vorteile, besonders in komplexen oder emotional geprägten Verhandlungen.
Merkmale eines weiblichen Verhandlungsstils:
- Empathie: Frauen nehmen oft die Bedürfnisse und Perspektiven ihres Gegenübers genauer wahr, was zu kreativen und beidseitig vorteilhaften Lösungen führen kann.
- Kooperation statt Konfrontation: Frauen tendieren dazu, Win-Win-Situationen anzustreben und Harmonie zu fördern, anstatt aggressiv zu verhandeln.
- Langfristige Perspektive: Frauen legen Wert auf den Aufbau von Beziehungen und nachhaltige Ergebnisse, statt kurzfristige Gewinne zu maximieren.
Tipp:
Nutzen Sie Ihre empathischen Fähigkeiten und Ihre Bereitschaft zur Kooperation als Stärke, aber scheuen Sie sich nicht, in entscheidenden Momenten klare Forderungen zu stellen und Ihre Position zu verteidigen. Ein ausgewogener Ansatz kombiniert das Beste aus beiden Welten.
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Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in Ihrer nächsten Verhandlung – sei es mit einem Kunden, einem Geschäftspartner oder einem Investor. Statt nervös zu sein, strahlen Sie Selbstbewusstsein aus. Sie wissen genau, was Sie sagen wollen, wie Sie es sagen und wie Sie den Raum für sich gewinnen. Am Ende verlassen Sie den Tisch mit dem Gefühl: "Ich habe gewonnen. Und zwar nicht irgendwie, sondern mit Klasse."
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Wir verstehen, wie sich Frauen in Verhandlungen oft fühlen: Sie haben die Leistung gebracht, aber der Respekt und die Anerkennung, die Ihnen zustehen, bleiben aus. Oder Sie spüren, dass Sie mehr erreichen könnten, aber irgendetwas bremst Sie. Damit ist jetzt Schluss! Unsere Schulungen sind speziell für Unternehmerinnen wie Sie entwickelt – Frauen, die mehr wollen und bereit sind, ihre Ziele zu erreichen.
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